Pfarreiengemeinschaft  Saarburg

 

Erste Kirche 

Bei dem Stichwort erste Kirche, denken viele sicher an die Urkirche der Apostel. In Trier wird man vielleicht an den Dom denken als älteste Bischofskirche Deutschlands. Es kann aber auch etwas ganz anderes sein.

Zur Zeit erleben wir die Erstkommunionfeiern in einer anderen Form, als wir es üblicherweise gewohnt sind. Bisher haben die Kinder meistens in den ersten Bänken beieinander gesessen. Dahinter dann eine mit Gästen gefüllte Kirche als Gemeinde.

Unter Corona Bedingungen sieht es jetzt anders aus. Die Kinder sitzen mit der engsten Familie in einer Bank. Zur nächsten Familie mit einem Kommunionkind muss Abstand gehalten werden. Durch diesen Umstand sind die einzelnen Familien in der Kirche erkennbar und verschwimmen nicht in der Masse einer gefüllten Kirche.

Mich erinnert das daran, dass die Familie eigentlich die erste Kirche ist. Wenn man von der Qualität der Kirche spricht, dann muss man auch über die Qualität dieser ersten Kirche sprechen, wie auch immer sie als Familie zusammengesetzt sein mag.

In der Familie kann mit dem Gute-Nachtkuss und dem elterlichen Segen den Kindern das Vertrauen vermittelt werden, bei Gott geborgen zu sein. Die Familie ist die erste Gebetsgemeinschaft. Mit dem Tischgebet können Kinder die Dankbarkeit lernen und eine erste Erfahrung davon haben, dass eine Tischgemeinschaft etwas Heiliges ist. Kinder lernen beten, wenn sie erleben, wie die Eltern für die Kinder und füreinander beten. Die Familie als Kirche ist der erste Ort, wo vertrauensvoll über Glaubensfragen und auch Glaubens-zweifel gesprochen werden kann.

Vielleicht ist die neue Sitzordnung bei den Erstkommunionfeiern einmal eine Anregung, darüber nachzudenken, 

meint

ihr Georg Goeres, Pfr.